04.07.2006

Independence Day

Heute feiern die Vereinigten Staaten sich selbst und wir haben frei (juhuu). Übrigens hat der durchschnittliche Arbeitnehmer hier nur 10 Urlaubstage im Jahr. Ein Blick auf die Todo Liste am Morgen lässt mich leicht erschaudern; nur mehr 11 Tage und noch so viel zu tun. Einer der 5 Boroughs, den ich noch gar nicht gesehen habe, ist Staten Island. Eine kleine Insel vor Manhattan, die bis 1964 nur per Fähre erreichbar war. Hier wurde früher der Müll von New York abgeladen und hier ist alles ein kleinen Einfamilienhaus mit grünem Garten und 2 große Autos in der Einfahrt. Eigentlich wie New Jearsy (Garden State). Ein heißer Tipp ist auf jedenfall die Fähre, denn die kostet nichts, fährt jede halbe Stunde und bittet bei der Hin- und Rückfahrt eine sehr gute Aussicht auf die Manhattan Skyline. Daher fahren viele Leute auch nur rüber- um gleich wieder zurück zufahren. Ja, Staten Island mangelt es irgendwie an Selbstvertrauen.

Jedenfalls hatte ich für Staten Island nur ganze 4 Stunden Zeit, weil der gute Martin sich mit der froher Botschaft am Handy meldete, dass wir dank Claudia, doch noch 2 heiß begehrte Karten für das Belle & Sebastian Konzert bekommen haben, aber dazu später.

In Staten Island jedenfalls, nach der Fähre mit Inseleigenen Ubahn (die nur oberirdisch fährt) durch die halbe Insel. 1h spazieren durch eigentlich schöne Vorortviertel. Dass erste Mal seit 5 Wochen, dass ich absolute Ruhe und den Geruch von frischgemähten Rasen wahrnehme. Ich war entzückt. Dann an den Strand. Leider nur für 10min, weil die Uhr drängt mich zurück nach Manhattan zum Konzert. Also mit dem Bus zurück zum FährenHafen und oGott, wie schrecklich -> Die Busfahrt führt entlang des 3spurigen (Haupt)Boulevard durch die Insel. Einkaufstempel mit gigantischen Parkplätzen. Sogar die Bank hat hier einen Drive-Trough (heißt bei uns DriveIn). Die angenehme Entspanntheit durch den Naturgenuss war wieder weg. Ich will nie nach L.A., hab ich dieser halben Stunde beschlossen.

So, jetzt zum Belle & Sebastian Konzert. Riesendank an Claudia, die ja Fußball kucken musste und uns Österreichern, die heißbegehrten Karten geschenkt hat. Eine schottische Band um 3Uhr Nachmittag im Battery Park am Independence Day. Wir waren entzückt - zweites Gänsehaut Konzert nach Feist. Nach getaner Konzertarbeit gewährten Belle & Sebastian im Namen des United Kingdom, den Amerikanern auch Ihre Unabhängigkeit und wir waren gespannt auf den PartyAbend des 4.Juli.

Eingeladen waren wir wiedermal bei unserer New York Bekanntschaft (Jordan). Auf dem Dach seines Appartement Buildings ins Soho sollte fröhlich gefeiert werden. War auch o.k., aber irgendwie hatten wir uns mehr erwartet vom 4. Juli als 20min Feuerwerk bestaunen, ein Bier trinken und dann nach Hause gehen. Aber nachdem 50% der New Yorker nicht in den U.S.A geboren sind, wird der 4. Juli wohl auch nicht als das Jahresereignis angesehen.

Ach ja und Deutschland hat ja heute verloren. 25 Deutsche mit Tränen in den Augen. Schaaade. Aber  weltmeisterlich aufgetretten die Deutsche Mannschaft. respekt.

hier wohnt man    Great Kills Bucht

aber mit Belle & Sebastian kommt auch die Sonne wieder    Feuerwerk

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